Bonjour Geschichte

Das Bremer Online Journal für Geschichtswissenschaften

Monat: Juni 2017 (Page 1 of 2)

Bremer Baumwollträume

Bremer Wirtschaftsinteressen und das Streben nach Rohstoffautarkie im kolonialen Togo

Von Annika Bärwald
Annika Bärwald: Bremer Baumwollträume (PDF-Datei)

Zusammenfassung

In dem Artikel beschreibt die Autorin die Versuche einiger Bremer Kolonialisten, mithilfe der Nachkommen afroamerikanischer Sklav*innen eine Baumwollindustrie in der Kolonie Togo zu etablieren. Hierbei werden die Geschichte des Baumwollhandels im Deutschen Kaiserreich, die Entstehung der Bremer Baumwollbörse sowie die Rolle einiger Bremer Kaufmannsfamilien in Togo aufgezeigt. Außerdem werden die Pläne und Vorstellungen der Plantagenbesitzer*innen und Pflanzer*innen, die tatsächlichen Entwicklungen in der Kolonie sowie die Zustände für die Togoles*innen thematisiert.

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Der Tod und der Bunker Valentin

Von Felix Wnuck
Felix Wnuck: Der Tod und der Bunker Valentin (PDF-Datei)

Zusammenfassung

Um dem Zweiten Weltkrieg eine Wende zu geben, begannen die Nationalsozialisten Mitte 1943 in Anbetracht der alliierten Lufthoheit mit dem Bau des Bunker Valentin in Bremen-Rekum, unter dessen schützendem Dach ein neuer U-Boot-Typ in Fließbandproduktion vom Stapel laufen sollte. Zur Verwirklichung dieses Großprojekts, das nie fertig gestellt wurde und bei dem insgesamt circa 2.000 Menschen unter grausamen Bedingungen ihr Leben verloren, wurden neben KZ-Häftlingen auch tausende von Zwangsarbeiter*innen aus den vom NS-Regime okkupierten Gebieten eingesetzt. In seiner Arbeit beschäftigt sich der Autor nicht nur mit dem Verbleib der sterblichen Überreste der beim Bau verstorbenen Zwangsarbeiter*innen, sondern auch mit der diesbezüglichen Erinnerungskultur in Bremen nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute.

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Havel na Hrad!

Rezeption Václav Havels zwischen Erinnerung, Euphorie und Europa

Von Klaas Anders
K. Anders: Havel na Hrad! Rezeption Václav Havels zwischen Erinnerung, Euphorie und Europa (PDF-Datei)

Zusammenfassung

Der ehemalige tschechische Präsident Václav Havel besitzt im gegenwärtigen tschechischen Diskurs eine außerordentliche Bedeutung. Seine Rolle im Mittelpunkt der Narration zur „Samtenen Revolution“ wird dabei ambivalent erinnert. Mit dem erinnerungskulturellen Ansatz von Aleida Assmann verfolgt der Aufsatz die Fragen, welcher Quelle dieser Fokus auf Havel entspringt und welchen Charakter die Erinnerung an ihn aufweist.

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Nations- und Geschichtsbilder in der ZDF-Produktion Deutschland-Saga

Von Jens Kleinschneider
Jens Kleinschneider: Nations- und Geschichtsbilder in der ZDF-Produktion Deutschland-Saga (PDF-Datei)

Zusammenfassung

In seiner Arbeit zur Geschichtsdarstellung in den Medien befasst sich Jens Kleinschneider mit der Frage, inwiefern das öffentlich-rechtliche Fernsehen versucht, seiner Zuschauerschaft ein deutsches Nationalbewusstsein zu vermitteln. Dabei zeigt er mithilfe einer qualitativen Inhaltsanlyse am Beispiel der Reihe Deutschland-Saga und im Besonderen der ersten Folge Woher wir kommen, dass das heutige deutsche Nationalbewusstsein vor allem durch eine territoriale, sogenannte Abstammungsgemeinschaft konstruiert und sehr wirkmächtig verbreitet wird. So wird in der Sendung behauptet, dass die Existenz der Deutschen Nation mit der Entstehung der Erde begonnen habe und sowohl Neandertaler als auch Germanen wichtige Rollen bei der Bildung der erwähnten Abstammungsgemeinschaft gespielt hätten.

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Syriens zerstörtes Erbe

Eine Rezension der Sonderausstellung Palmyra. Was bleibt? im Museum August Kestner, Hannover

Von Torben Fedderwitz

Als im August 2015 die Bilder des gesprengten Tempel des Bēl, Sinnbild der ideologisch motivierten Zerstörung Palmyras, um die Welt gingen, tat sich vielfach die Frage danach auf, was bleibe vom Weltkulturerbe in der syrischen Wüste. Genau dieser Frage widmet sich die momentan im Museum August Kestner gezeigte Sonderausstellung Palmyra. Was bleibt? Syriens zerstörtes Erbe.

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Rezension zu der Sondervorführung des Films „Wir sind Juden aus Breslau“ in Bremen

Von Aleksandra Pure

Am Sonntag, dem 12. Februar 2017, wurde im Cinema am Ostertor der neue Film von Karin Kaper und Dirk Szuszies vorgeführt. Die Filmemacher*innen und die Protagonist*innen waren anwesend. Die Veranstaltung war Teil der Sondervorführungen, die seit der deutschen Filmpremiere am 12. November 2016 auf dem Filmfestival Cottbus deutschlandweit in Kinos stattfinden.

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Dom-Museum Bremen

Rezension zur Dauerausstellung des Dom-Museums Bremen

Von Jasper Hagedorn

Das Bistum und spätere Erzbistum Bremen verfügte seit seiner Gründung 788 jahrhundertelang über großen geistlichen und weltlichen Einfluss. Von Bremen ging die Missionierung Skandinaviens aus und als Herren des Erzstiftes Bremen übten die Bremer Bischöfe weltliche Macht aus. Ihrem Status entsprechend ließen die Bremer Bischöfe ihren Dom mehrmals vergrößern und ausbauen. 1532 setzte die Reformation den katholischen Messen im Bremer Dom schließlich ein Ende, der seitdem eine Lutherische Kirche ist.

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Von Bad Homburg nach Macau – Ursprung und Entwicklung der Casinostadt

Von Suzanne Foxley

Im April 2017 stellten sich Kandidat*innen für die Professur der Neueren und Neuesten Geschichte an der Universität Bremen mit Vorträgen vor. Sicherlich hätte jeder Vortrag vor der Berufungskommission für diese Professur eine einzelne Besprechung in bonjour verdient. Der Vortragende PD Dr. Cornelius Torp berichtete über die globale Entwicklung von Casinostädten. Er warf die These auf, deutsche Spielbäder, unter anderem Bad Homburg von der Höhe, bildeten Ende des 19. Jahrhunderts den Ursprung des noch heute bekannten Städtetypus der „Casinostadt“.

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Ausstellungsrezension der Online-Ausstellung „Women Under Communism“

Von Klaas Anders

Aus einem Projekt von Studierenden der Universität Bremen unter der Anleitung von Magdalena Waligorska (Universität Bremen) und Etta Grotrian (Jüdisches Museum Berlin) entstand eine Online-Ausstellung zu der Rolle von Frauen im Realsozialismus. Das Projekt entstand im Kontext des Moduls „Digital History“ der Universität Bremen. Die Ausstellung fokussiert zwei grundlegende Aspekte: Die Rolle von Frauen im alltäglichen Leben und die doppelte Minderheit der Frauen im Dissens.

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Rezension zur polnischen Länderausstellung in der Gedenkstätte Auschwitz-I-Stammlager

Rezension zur polnischen Länderausstellung „Kampf und Märtyrertum der polnischen Nation 1939-1945“ in der Gedenkstätte Auschwitz-I-Stammlager.

Von Philipp Mangels
Bildquelle: Bonjour Geschichte Redaktion

14 Studierende der Studiengänge Geschichte und Integrierte Europastudien sind Ende Januar in Kraków und Oświęcim gewesen. Die Studierenden der Universität Bremen besuchten unter anderem die Länderausstellungen in der Gedenkstätte Auschwitz. Diese Ausstellungen wurden ab den 1960er Jahren von verschiedenen Staaten und Völkern auf dem Gebiet der Gedenkstätte des Stammlagers Auschwitz errichtet.

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