Bonjour Geschichte

Das Bremer Online Journal für Geschichtswissenschaften

Kategorie: Artikel (Page 1 of 3)

Schafferbuch der Bruderschaft der mitleidigen Maria

Edition des Schafferbuchs der Bruderschaft der mitleidigen Maria

Von Franziska Micheel
F. Micheel: Edition des Schafferbuchs der „Broderschup der medelidinge Marien“ 1510/20 (PDF-Datei)

Zusammenfassung

Im späten Mittelalter gab es in Bremen, so wie in den meisten anderen Städten Europas auch, viele Bruderschaften. Trotz ihres Namens waren viele davon für Männer und Frauen offen. Manche hatten Laien und Geistliche als Mitglieder, meist waren es jedoch reine Laiengesellschaften, die sich unterschiedlichen Aufgaben widmeten. Zentral war allen jedoch das Totengedächtnis (Memoria) ihrer Mitglieder. Von den ca. 30 Bruder-schaften am Ende des Mittelalters in Bremen ist die der „Mitleidigen Maria“ eine, von der immerhin Reste ihres Schafferbuchs überliefert sind. Es wird hier erstmals ediert.

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Friedrich Walburg

Ein bremischer Lehrer und Archäologe zwischen demokratischer Schulreform und nationalsozialistischer Kulturpolitik

Von Matthias Loeber und Jannik Sachweh
M. Loeber, J. Sachweh: Friedrich Walburg – Ein bremischer Lehrer und Archäologe zwischen demokratischer Schulreform und nationalsozialistischer Kulturpolitik (PDF-Datei)

Zusammenfassung

Friedrich Walburg erlangte ab 1919 als Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft für Geschichtsunterricht des Bremischen Lehrervereins“ und Herausgeber der Schulbuchreihe „Geschichtsunterricht im neuen Geiste“ Bekanntheit. Trotz seiner Nähe zur sozialdemokratisch geprägten Schulreformbewegung in Bremen konnte er sich im Nationalsozialismus weiterhin erfolgreich als Pädagoge einbringen und erweiterte sein Tätigkeitsfeld um die prähistorische Archäologie.

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Im Glanze ihres Angesichts

Frauendarstellungen auf einem Kachelofen des späten 16. Jahrhunderts aus dem Bremer Stephaniviertel

Von Dorothea Leibinger
D. Leibinger: Im Glanze ihres Angesichts. Frauendarstellungen auf einem Kachelofen des späten 16. Jahrhunderts aus dem Bremer Stephaniviertel (PDF-Datei)

Zusammenfassung

Der vorliegende Beitrag behandelt die Analyse von Frauenbildern in der materiellen Kultur des späten 16. Jahrhunderts. Dabei werden 65 Bildkacheln mit Motiven aus der Mythologie, der Bibel und zeitgenössischen Figuren, die 2012 bei einer Ausgrabung im Stephaniviertel gefunden wurden, analysiert. Die Autorin untersucht die Frauendarstellungen auf diesen und leitet von ihnen die zeitgenössische Frauenrezeption ab. Zuerst leitet die Autorin in die Hintergrundgeschichte des Kachelofens als Symbol von Wohlstand, aber auch Prestige- und Repräsentationsobjekt ein.

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Die Serien „Die Borgias“ und „Borgia“ im Vergleich

Eine Untersuchung zur Vermittlung aktueller Normen und Werte in historischen Fernsehserien

Von Anselm Pell
A. Pell: Die Serien „Die Borgias“ und „Borgia“ im Vergleich: Eine Untersuchung zur Vermittlung aktueller Normen und Werte in historischen Fernsehserien (PDF-Datei)

Zusammenfassung

Die Hausarbeit vergleicht die beiden modernen Serien „Die Borgias“ und „Borgia“ miteinander und untersucht dabei die Vermittlung aktueller Normen und Werte in historischen Fernsehserien. Hierzu erläutert der Autor zunächst den sich in der Renaissance entwickelnden Humanismus, dessen Anspruch es war, die Mitbürger*innen zu einem moralisch einwandfreien Leben anzuhalten. Für die Kirche bedeutete dies keine übermäßige Bevorzugung der eigenen Familie, keine sexuellen Kontakte und keine Nachkommen. Im Anschluss beschreibt er den Aufstieg der Familie Borgia und zeigt, dass bereits der erste Borgia-Papst Calixtus III. diesen Ansprüchen nicht gerecht wurde, als er seinen Vetter Luis Juan de Mila sowie Rodrigo Borgia zu Kardinälen machen ließ. Letzterer zeugte mit seiner langjährigen Geliebten Vanozza de Catanei seine vier wohl bekanntesten Nachkommen Cesare, Giovanni (Juan), Lukretia und Jofré, bevor er 1492 zum Papst gewählt wurde und den Namen Alexander VI. annahm.

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Die Familiennamen der Bremer Neubürgerinnen von 1433 bis 1463

Hinweise auf soziale Herkunft und gesellschaftliche Stellung

Von Franziska Micheel
F. Micheel: Die Familiennamen der Bremer Neubürgerinnen von 1433 bis 1463 – Hinweise auf soziale Herkunft und gesellschaftliche Stellung (PDF-Datei)

Zusammenfassung

In der Bachelorarbeit „Die Familiennamen der Bremer Neubürgerinnen von 1433 bis 1463 – Hinweise auf soziale Herkunft und gesellschaftliche Stellung“ wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Familiennamen der Frauen aus dem spätmittelalterlichen Bremen Rückschlüsse auf deren soziale und gesellschaftliche Situationen zulassen. Dazu verwendet die Autorin das Bremer Bürgerbuch, welches von 1289 bis 1519 geführt wurde und insgesamt ca. 15.000 Namen von Bremer Neubürgerinnen und Neubürgern enthält.

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Bremer Baumwollträume

Bremer Wirtschaftsinteressen und das Streben nach Rohstoffautarkie im kolonialen Togo

Von Annika Bärwald
Annika Bärwald: Bremer Baumwollträume (PDF-Datei)

Zusammenfassung

In dem Artikel beschreibt die Autorin die Versuche einiger Bremer Kolonialisten, mithilfe der Nachkommen afroamerikanischer Sklav*innen eine Baumwollindustrie in der Kolonie Togo zu etablieren. Hierbei werden die Geschichte des Baumwollhandels im Deutschen Kaiserreich, die Entstehung der Bremer Baumwollbörse sowie die Rolle einiger Bremer Kaufmannsfamilien in Togo aufgezeigt. Außerdem werden die Pläne und Vorstellungen der Plantagenbesitzer*innen und Pflanzer*innen, die tatsächlichen Entwicklungen in der Kolonie sowie die Zustände für die Togoles*innen thematisiert.

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Der Tod und der Bunker Valentin

Von Felix Wnuck
Felix Wnuck: Der Tod und der Bunker Valentin (PDF-Datei)

Zusammenfassung

Um dem Zweiten Weltkrieg eine Wende zu geben, begannen die Nationalsozialisten Mitte 1943 in Anbetracht der alliierten Lufthoheit mit dem Bau des Bunker Valentin in Bremen-Rekum, unter dessen schützendem Dach ein neuer U-Boot-Typ in Fließbandproduktion vom Stapel laufen sollte. Zur Verwirklichung dieses Großprojekts, das nie fertig gestellt wurde und bei dem insgesamt circa 2.000 Menschen unter grausamen Bedingungen ihr Leben verloren, wurden neben KZ-Häftlingen auch tausende von Zwangsarbeiter*innen aus den vom NS-Regime okkupierten Gebieten eingesetzt. In seiner Arbeit beschäftigt sich der Autor nicht nur mit dem Verbleib der sterblichen Überreste der beim Bau verstorbenen Zwangsarbeiter*innen, sondern auch mit der diesbezüglichen Erinnerungskultur in Bremen nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute.

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Havel na Hrad!

Rezeption Václav Havels zwischen Erinnerung, Euphorie und Europa

Von Klaas Anders
K. Anders: Havel na Hrad! Rezeption Václav Havels zwischen Erinnerung, Euphorie und Europa (PDF-Datei)

Zusammenfassung

Der ehemalige tschechische Präsident Václav Havel besitzt im gegenwärtigen tschechischen Diskurs eine außerordentliche Bedeutung. Seine Rolle im Mittelpunkt der Narration zur „Samtenen Revolution“ wird dabei ambivalent erinnert. Mit dem erinnerungskulturellen Ansatz von Aleida Assmann verfolgt der Aufsatz die Fragen, welcher Quelle dieser Fokus auf Havel entspringt und welchen Charakter die Erinnerung an ihn aufweist.

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Nations- und Geschichtsbilder in der ZDF-Produktion Deutschland-Saga

Von Jens Kleinschneider
Jens Kleinschneider: Nations- und Geschichtsbilder in der ZDF-Produktion Deutschland-Saga (PDF-Datei)

Zusammenfassung

In seiner Arbeit zur Geschichtsdarstellung in den Medien befasst sich Jens Kleinschneider mit der Frage, inwiefern das öffentlich-rechtliche Fernsehen versucht, seiner Zuschauerschaft ein deutsches Nationalbewusstsein zu vermitteln. Dabei zeigt er mithilfe einer qualitativen Inhaltsanlyse am Beispiel der Reihe Deutschland-Saga und im Besonderen der ersten Folge Woher wir kommen, dass das heutige deutsche Nationalbewusstsein vor allem durch eine territoriale, sogenannte Abstammungsgemeinschaft konstruiert und sehr wirkmächtig verbreitet wird. So wird in der Sendung behauptet, dass die Existenz der Deutschen Nation mit der Entstehung der Erde begonnen habe und sowohl Neandertaler als auch Germanen wichtige Rollen bei der Bildung der erwähnten Abstammungsgemeinschaft gespielt hätten.

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Personenehrung im Bremer Stadtraum

Straßennamen und ihre räumliche und zeitliche Verteilung

Von Anna Regener
A. Regener: Personenehrung im Bremer Stadtraum (PDF-Datei)

Zusammenfassung

Der Artikel untersucht die aktuellen Straßennamen in der Freien Hansestadt Bremen und die räumliche und zeitliche Verteilung, in der Personen durch Straßenbenennungen geehrt wurden. Hierbei wird die Funktion von Straßennamen vom Mittelalter bis zur Gegenwart behandelt und ihre Rolle als Repertoire des kulturellen Gedächtnisses im städtischen Raum diskutiert.

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